Sonntag, 14. Juni 2015

Blogbattle Nr. 20 - Selbstverständlichkeit

Das folgende ist pädagogisch absolut unwertvoll und nicht für leichtgläubige Kinderaugen/-Ohren zu empfehlen. 
Ein Tag ohne jegliche  selbstverständlichen Gegenenheiten. Lässt sich nur kaum vorstellen. Ich versuche es trotzdem einmal, auch wenn für den Einzelnen komplett andere Dinge selbstverständlich sein mögen, als aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge. 

08:00 Uhr, Montagmorgen. Ich wache vom kreischenden Klingeln meines Weckers auf, den ich selbstverständlich 3 Stunden zu früh gestellt habe.
Da es natürlich zu jedem routinierten Morgen gehört, sich die Zähne mit einer Flasche Pfeffi zu putzen, lasse ich auch das selbstverständlich nicht aus. 
Schon im Hausflur wird mir erneut die Höflichkeit meiner Nachbarn deutlich, da mir einer nach dem anderen erst die Fahrstuhltür vor der Nase verschließt und dann auch noch selbstverständlich die Haustür vor meiner Nase zuknallen lässt, anstatt sie rotzfrecherweise für mich offen zu halten, um hindurch huschen zu können. 
Auf dem Weg zur Bahn reiße ich dem kleinen Timmy seine Krücken weg, weil ich es selbstverständlich nicht ertragen kann, ihn so herum laufen zu sehen. Welch kranker Mensch macht das denn bitte? 
In der Bahn angekommen stehen selbstverständlich alle älteren Menschen, Schwangere und anders beeinträchtigte Menschen auf, um mir ihren Sitzplatz anzubieten. Selbstverständlich habe ich kein Fahrticket gelöst, ist ja komplett unnormal. Das macht man einfach nicht.
Auf Arbeit angekommen beginne ich den Arbeitstag selbstverständlich mit einem ausgedehnten Kaffeepäuschen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ausgedehnt = 4 bis 5 Stunden. Selbstverständlich.
Nachdem ich selbstverständlich nicht meiner Arbeit nachgekommen bin, verlasse ich pünktlich zum Ablauf meiner 8 Stunden Pflichtgefangenschaft das Gebäude und begebe mich selbstverständlich auf direktem Wege nach Hause.
Zuhause angekommen lege ich selbstverständlich nicht die Füße nach oben, sondern widme mich dem Haushalt. Abwaschen, Staub wischen und Fenster putzen machen selbstverständlich so viel Vergnügen, dass mein Verbrauch an Putzlappen und Reinigungsmittel in extreme Höhen geschnellt ist.
Nach dieser selbstverständlich überhaupt nicht anstrengenden Arbeit, begebe ich mich ans Abendbrot. Es gibt selbstverständlich wie jeden Abend streng Rohkost, da ich mich selbstverständlich in 24/7 Haltung an einen strikten Ernährungsplan halte.
Selbstverständlich begebe ich mich danach direkt in meine Gemächer, um dort meinem selbstverständlich wohlverdienten Schlaf nachzukommen. Diesem Schlaf kommt meine selbstverständlich täglich eingehaltene TV-Abstinenz zu Gute. Schließlich klingelt mein Wecker wie jeden Tag selbstverständlich wieder 3 Stunden zu früh. Es läuft selbstverständlich eh nur niveauvolles, anspruchsvolles. Selbst auf RTL. Das tut man sich ja selbstverständlich nur ungerne an. Kein Mord, kein Krieg, kein Todschlag - kurz Balsam für die Seele.

Kommentare:

  1. Eine gesunde Prise Ironie und Sarkasmus, wobei ich an einigen Stellen die Wahrheit nicht von beiden vorgenannten unterscheiden konnte. Irgendwiewie verquer, auch wenn ich zwischendurch mal lächeln mußte. In allem, eine gesunde 2+

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  2. Auch hier eine 1-
    Immer wenn ich nichts gebacken bekomme, schafft ihr es mir zu zeigen was man da hätte machen können ...

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  3. Sarkasmus ist ein schönes Stilmittel. 1+ :)

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  4. Komischer Post, der auch ein wenig am von Dir selbst vorgegebenen Thema vorbei geht. Das war immerhin "Selbstverständlichkeit" und nicht "selbstverständlich". Drei. Glaube ich.

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  5. Prima Text. Gefällt mir sehr sehr gut. :)

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  6. Ich finde du hast echt Talent zum schreiben Wiedermal ein klasse Text von dir. :)

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  7. Hä? :D Du schreibst immer so wirr, weiß jetzt gar nicht, was du sagen willst. Hatte das Gefühl, dass dort mehr als eine Person ihre Erlebnisse schildert: 2-

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  8. Ich mag das/den Bloggerbattle sehr gern :D Sarkasmus is drin, scheint mir nur etwas durcheinander.. 2+ von mir :D

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  9. ...wobei ich ja eigentlich gar nicht bewerten soll, oder? :p

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