Freitag, 5. Juni 2015

Ikea's Veggieballs - mehr als "nur" Fleischersatz

Wer hiermit eine Abwechslung zu den immer gleichen Köttbullar sucht oder einen Fleischersatz, der ist mit den Veggieballs für 3,95€ ziemlich gut bedient. Gesagt werden sollte allerdings, dass es sich hierbei um ein vegetarisches, nicht um ein veganes Gericht, handelt.
Die aus verschiedenen Gemüsesorten, wie Paprika und Karotten, bestehenden Bällchen gibt's zusammen mit Kartoffeln und einer absolut tomatigen Tomatensoße. Allerdings machen für mich die Kartoffeln dabei reichlich wenig Sinn, da das Ganze meiner Meinung nach nicht zusammen harmoniert. Reis wäre vielleicht passender. 
Geschmacklich sind die Bällchen top. Vor allem die Paprika schmeckt man stark heraus. 
Alles in allem ein willkommener Ersatz, wenn nicht sogar um einiges besser, als das Original. 

Sonntag, 31. Mai 2015

Blogbattle Nr. 18 - Gold

Der Tag, an dem der Goldfisch Fred mitbekam, dass er nur Flossen und keine Finger hat.

07:13 Uhr: "Gääääähn" - da es sich um einen erzogenen und höflichen Goldfisch handelt, hält das kleine Fischlein gekonnt seine Flosse vor den Mund. "Fuck! Das sind ja Flossen! Niedliche kleine Flossen! Was soll ich denn damit anstellen? Was sollen denn  nur die Anderen dazu sagen, wenn sie sehen, dass ich so anders aussehe?"

07:47 Uhr: Um dem Gähnen zu entgehen beschließt der kleine Goldfisch Fred, sich einen Kaffee einzuschenken. Doch wie nur mit diesen sonderbaren Grabschern? "War das schon immer so schwer, damit eine Tasse zu packen?"

08:19 Uhr: Nach dem vergeblichen Versuch, sich nicht mit dem kochenden Heißgetränk zu verbrühen und mehreren daraus resultierenden Krämpfen in den Flossen beschließt Fred, sich den belebenden Kaffee zu sparen und schwimmt ins Badezimmer. Darauf folgt die tägliche Badezimmerroutine. Doch wer hätte gedacht, dass Zahnbürste und Zahnseide derartig flutschig und unhandlich sein können? 

08:25 Uhr: Der Goldfisch Fred liegt weinend und depressiv auf den Badezimmerfliesen, nachdem er sich mehrfach mit der Zahnbürste ins Auge gestochen hat. "Aua, aua!" schreit er. "Kann doch nicht so schwer sein, normal zu sein!", jammert Fred. 

09:02 Uhr: Nach stundenlangem leeren Anstarren der Badezimmerdecke fällt dem Goldfisch auf: "Verdammt, meine Zahncreme ist leer.."

09:07 Uhr: Also macht sich Fred auf zur Drogerie, um auch nur eine Kleinigkeit an produktivem Handeln am Ende des Tages nachweisen zu können und so sein kleines Fischhirn von jeglichen Minderwertigkeitskomplexen zu befreien. 

09:08 Uhr: Um auf dem Weg dorthin keine nassen Flossen zu bekommen, zieht Fred seine Turnschuhe an. Er versucht es zumindest. Da er fluchend an den Schnürsenkeln scheitert, ihm einer nach dem anderen aus der Hand rutscht, zieht er die verschrieenen Klettverschlußschuhe an.

09:09 Uhr: Da es nichts schlimmeres, als die hässlichen kleinen Flossen für das Fischlein gibt, holt es die Handschuhe der letzten Wintersaison aus dem Schrank. Ein folgenreicher Fehler, wie er später noch bemerken sollte...

09:15 Uhr: Kaum 2 Meter aus dem Haus, merkt Fred, wie die schweren Handschuhe an seinen Flossen ihn hinunter ziehen. Er sinkt und sinkt. Immer weiter in Richtung Meeresgrund. Und in seinem Kopf nur ein dumpfes "Blub. Blub. Blub." 


Mittwoch, 6. Mai 2015

Gefüllte Würzcouscous-Zucchini (vegan)

Die Füllung:
2 Zucchini´s
150 Gramm Couscous
350 ml Gemüsebrühe
50 Gramm gehackte Cashewnüsse
2 TL Harissa
Zimt
Kurkuma 
Olivenöl

Die Sauce:
1 Zwiebel
1 Dose stückige Tomaten
500 ml passierte Tomaten
2 TL Harissa
Zimt
Paprikapulver, edelsüß
Salz

optional: veganer Pizzakäse zum Überbacken


Für die Füllung die Brühe mit den Gewürzen aufkochen. Den Couscous einrühren und alles von der Flamme nehmen und den Couscous nach Packungsanweisung quellen lassen. Den Couscous mit einer Gabel auflockern und mit 2 EL Olivenöl und den Cashewnüssen vermischen. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Zucchini längs halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel (oder Melonenausstecher) herauslösen. Das Zucchini-Innere grob hacken und für die Sauce beiseite stellen.(eigentlich - bei mir hat es mein Hase bekommen)

Für die Sauce etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel glasig andünsten. Das Zucchini-Innere hinzugeben und etwas mitdünsten. Mit den passieren Tomaten und den gewürfelten Tomaten ablöschen und mit den Gewürzen würzen. Kurz aufkochen lassen.

Die Zucchini-Hälften reichlich mit dem Couscous füllen.Die Sauce in eine große Auflaufform füllen und die gefüllten Zucchini auf die Sauce setzen. Optional veganen Käse darauf verteilen. 
Alles bei 220°C für 30 Min. im Ofen garen.

Mittwoch, 29. April 2015

Regen und die Phänomene, die er mit sich bringt.


Regen bringt Stille mit sich.

Er schafft es trotz seiner teilweise sintflutartigen Ergüsse alles um mich herum zu vergessen, auszublenden, zu ignorieren.

Manch einen bringt er dazu, den Sommer, das warme Wetter noch mehr zu lieben und zu vermissen.

Regentropfen sind all meine unnötigen/übertriebenen Gedanken, die auf den Boden treffen und in 1000 Teile zerspringen.

Regen regt zum Nachdenken an.

Er lässt jeden Konflikt so derart willkürlich wirken.

Regen hinterlässt saubere, gereinigte und wunderbar klare Luft. 

Er lässt uns durch seine Pfützen wieder zu Kindern werden.

Regen lässt uns in der Wohnung verbleiben, faulenzen, Fernsehen.

Er bietet uns die perfekte Ausrede, heute mal nicht Laufen zu gehen.

Er gibt uns den Hauptgrund unsere kwitschbunten, gepunkteten, gestreiften, mit Mustern übersehenen Gummistiefel aus dem Schrank zu holen.

Regentropfen auf dem Fenster sind die perfekte Einschlafhilfe. Wer braucht da noch Einschlaflieder und Schäfchenzählen?


Regen kann ebenso zum darin Tanzen einladen und erleichternde Frische mit sich bringen.Er kann aber auch weh tun, dich klatschnass machen und nach Hause auf die Couch treiben.

Donnerstag, 16. April 2015

Letzte Löffel-abgeb'-Worte

Sehen Sie, so stirbt man also. C. Chanel
Es ist alles so langweilig. W. Churchill
Mehr Licht! J. W. Goethe
Zeigt ihnen meinen Kopf, er ist es wert, 
dass man ihn sieht. G. Danton
Es lebe die Freiheit! H. Scholl
Gebt mir meine Brille! T. Mann


Und dann komme da ich, die ähnlich Thomas Mann den absoluten Blödsinn reden würde
 - eben genau so, 
wie mich der Rest der Menschheit kennt und eventuell sogar mag.  
Und das Beste daran: Ich rede mir einfach ein, dass diese "Verpeiltheit" mich sympathisch macht. Wer braucht schon monumentale Worte, 
an die sich die Menschheit noch jahrelang, nein Jahrzehnte lang erinnern wird, 
die Bestandteil einer jeden Philosophie-/Deutschklausur Leistungskurs werden, 
wenn man sein ganzes Leben lang keine Relativitätstheorie entwickelt hat, 
keine Glühbirne erfunden hat? 
Da kamen uns Einstein und Edison leider zuvor.  
Naja, ist dann auch egal, danach bin ich ja sowieso nicht mehr hier. 
Also philosophiere ich wohl doch noch ein bisschen länger über meine letzten Worte, 
lerne sie auswendig und kann sie dann ähnlich der Abstandsformel für´s Matheabi auswendig und im Schlaf her beten. 

Und da sehen wir es wieder - die liebe Gewöhnlichkeit holt uns wieder ein, drückt uns in die uns so bekannte graue Masse, macht uns regelrecht unsichtbar und führt dazu, dass wir irgendwann einfach vergessen werden. 
Wir verblassen, sind nur noch alte, langsam von Knicken versehene schwarz-weiß-Fotos.
Schade.





Freitag, 3. April 2015

Wie gerne ich ein Vogel wär'...

...Hätte ich Flügel - könnte fliegen -

Ich wäre frei.

Wäre von allen Zwängen gelöst.

Könnte meiner Neugier frönen.

Mich meinem Kontrollwahn hingeben.

Niemandem müsste ich Rechenschaft leisten.

Meine Erwartungen  an mich selbst wären wie davon gefegt - ich                                                                                                                     stände/flöge über Allem.

Ich wäre wunderschön - so leicht, so filigran, so losgelöst und entspannt.

Rachsucht, Gier und Hass wären vergessen.

Zukunftssorgen wären vergessen  - ich flöge dem Neubeginn entgegen.

Ich könnte all' die Menschen stundenlang beobachten, für deren Blick und Reaktion ich zu schüchtern bin.


Doch das Einzige, dass ich mit einem Vogel teile, ist die Tatsache, dass ich abhebe, denn ich habe Hände, keine Flügel und bin hier, nicht dort oben, bilde mir ein, ich wäre fähig diesem ewigen Trott zu entfliehen und über den Dingen zu stehen. Chapeau! Das habt ihr Vögel mir voraus.